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Unerlauter Wettbewerb: IHK bietet betroffenen Firmen Hilfe und Unterstützung an

Die IHK für München und Oberbayern wird in den kommenden fünf Jahren des Thema “Ehrbarer Kaufmann”
offensiv aufgreifen und mit den Unternehmen in der IHK-Vollversammlung und in den IHK-Gremien intensiv
diskutieren - das kündigte IHK-Geschäftsführerin Dr.Beate Ortlepp gestern auf dem IHK-Ehrenamtstag an.Vor
den rund 100 Teilnehmern sagte Ortlepp, verantwortliches Unternehmertum basiere auf dauerhaftem Erfolg und
fairem Umgang mit Kunden und Wettbewerbern. Es gehöre zu den Aufgaben der IHK und vor allem des
Ehrenamts, Fehlverhalten von Firmen und Missstände in der Wirtschaft offen anzusprechen. Diese gelte
beispielsweise für Missbrauch von Marktmacht in der Lieferkette, Verstöße gegen Umweltstandards von
international tätigen Unternehmen, Abbau von Arbeitsplätzen und Bezahlung sittenwidrig niedriger Löhne.
Ortlepp sagte weiter, die IHK sei Ansprechpartner für Unternehmen, die Opfer unlauter Wettbewerbsmethoden
seien. “Bei uns laufen Informationen über unseriöse Geschäftspraktiken wie zum Beispiel Registerschwindel
zusammen. Mit unserem Hintergrundwissen helfen wir betroffenen Unternehmen und geben ihnen Tipps zum
Umgang mit unberechtigten Forderungen”, erklärte die IHK-Juristin. Aufgabe der IHK sei es, bei solchen
Konflikten auf die gesetzlichen Schranken hinzuweisen und zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln. Nicht
ohne Grund setze sich die IHK seit Jahren für die Mediation und außergerichtliche Schlichtung ein. Die IHK-
Internetseite biete reichlich Informationen hierzu - und natürlich nehme man jeden Anruf betroffener Firmen
gerne entgegen. Ortlepp bat die anwesenden Unternehmer darum, die IHK über Fehlentwicklungen und
Rechtsverstöße im Wirtschaftsalltag zu informieren. Die Wirtschaft, sagte Ortlepp, müsse in Eigenregie
Missstände abstellen, bevor der Staat mit Gesetzen und Verboten einschreitet.
 
Quelle: www.muenchen.ihk.de
 

Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland sinkt um 8,7 Prozent

Dank der rasanten Konjunkturerholung rutschen immer weniger Unternehmen in die Pleite. IHK-Juristin Verena Brendel belegt
diese erfreuliche Tendenz mit Hinweis auf den im Handelsblatt veröffentlichen Zahlen der Wirtschaftsauskunftei Bürgel: Demnach ist im ersten Quartal 2011 die Zahl der Firmeninsolvenzen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,7 Prozent auf 7423 Fälle
gesunken. Für das Gesamtjahr rechnet Bürgel mit bis zu 30.000 Unternehmenspleiten und damit der Rückkehr auf das Vorkrisenniveau - im Krisenjahr 2009 hatten nach früheren Angaben mehr als 33.700 Betriebe Insolvenz angemeldet.
“Aus IHK-Sicht ist besonders erfreulich: Die exportstarken bayerischen Unternehmen erwiesen sich im Bundesvergleich als sehr
stabil mit einer Insolvenzquote von 16 Pleiten je 10.000 Unternehmen. Ähnlich gut schneidet nur Baden - Württemberg mit 18 ab,
Hessen liegt mit 21 schon etwas schlechter”, erklärt die IHK-Juristin. Der Bundesschnitt liegt bei 23,
Schlusslichter sind derzeit Sachsen - Anhalt (42) und Sachsen (34). “Für die gute Lage der Wirtschaft spricht ferner, Dass fast die
Hälfte der Pleiten auf das Konto klassischer Risikogruppen ging: Kleinstunternehmen, Gewerbetreibende und Einzelunternehmen”,
so die IHK - Fachfreu.
 
Quelle : www.muenchen.ihk.de
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